architekturdarstellung.info > cg-tutorials > ArchiCAD > Tutorilas - ArchiCAD: Villa Savoye 1

Villa Savoye mit ArchiCAD

In diesem Kapitel werden Sie damit beginenn, die Villa Savoye von Le Corbusier als Modell in ArchiCad zu bauen. Dabei werden Sie von vornherein mit 3D-Werkzeugen arbeiten.

Laden Sie zunächst das Verzeichnis villasavoye_modell_2 herunter. Die Dateien wurden mit AC 9 erstellt.

 
 

Öffnen Sie die Datei villasavoye1_start.pne. Sie sehen im Grundrissfenster vier Pixelgrafiken. Es handelt sich um gescannte Zeichnungen aus einem Buch, die die drei Geschoss-Grundrisse und einen Schnitt der Villa Savoye zeigen.

Sie wurden zuvor skaliert, so dass sie die richtigen Masse zeigen; Anhaltspunkt war das Stützenraster im EG (4,75 x 4,75 m). Sie werden diese Zeichnungen als Grundlage für Ihre 3D-Konstruktion verwenden.

 
 

Zuerst werden Sie eine Bodenplatte für das Modell bauen.

Rufen Sie die Ebenen-Einstellungen auf ...

 
  ... und legen dort eine neue Ebene mit dem Namen 3d_decken an.
 
  Wählen Sie nun aus der Werkzeugpaletet das Deckenwerkzeug aus und klicken Sie doppelt auf die Miniatur.
 
  In dem Fenster, das nun erscheint, können Sie Einstellungen für das zu zeichnende Deckenelement treffen. Dicke und Höhenlage stimmen - stellen Sie aber für die Modelldarstellung graue Farbe ein.
 
  In der Werkzeuginfo-Palette wählen Sie die Geometriemethode Rechteck.
 
 

Konstruieren Sie nun die Bodenplatte, indem Sie einmal für den Anfangs- und ein zweites Mal für den Endpunkt klicken.

Platzieren Sie die Platte zentriert über dem EG-Grundriss, die genaue Grösse und Lage ist zunächst zweitrangig.

 
  Wechseln Sie in das 3D-Fenster (STRG-3). Sie sollten eine Axonometrie der Platte sehen.
 
  Nun zu den Stützen im EG. Zuerst ermitteln Sie die Höhe aus dem Schnitt. Klicken Sie dazu auf das Kreuz links in der Koordinatenpalette...
 
  Zoomen Sie an die Schnittdarstellung heran und klicken Sie auf einen Punkt der roten Linie, der Anfang oder Ende der Stütze markiert. Von diesem platzierten temporären Koordinaten-Ursprung aus können Sie jetzt die Länge der Stütze messen, indem Sie den Mauszeiger auf das andere Ende der Linie bewegen ...
 
  ... dann können Sie in der Koordinatenpalette den x-Wert 2,85 m ablesen - das ist also die lichte Höhe im EG und damit auch die Stützenhöhe.
 
  Legen Sie für die Stützen eine neue Ebene an.
 
  Wählen Sie das Stützen-Werkzeug aus und klicken Sie doppelt auf die Miniatur, um ein paar Einstellungen vorzunehmen.
 
 

Stellen Sie die Höhe auf 2,85 m, den Typ auf rund und den Durchmesser auf 0,2 m.

Sie können eine bestimmte Farbe für die 3D-Darstellung festlegen, indem Sie im Modell-Bereich ein bestimmtes Material auswählen - in diesem Fall wurde zu weissem Putz gegriffen.
 
  Wählen Sie in der Werkzeuginfo-Palette zum Platzieren der Stützen die Ebene 3d_stützen aus.
 
 

Klicken Sie nun der Reihe nach auf die Schnitpunkte der Hilfslinien im Grundriss, die die Lage der Stützen geometrisch exakt darstellen.

Platzieren Sie zunächst nur Stützen ausserhalb der EG-Aussenwand.

 
  Lassen Sie sich das Ergebnis im 3D-Fenster darstellen.
 
 

Um die Aussenwand des Erdgeschosses konstruieren zu können, zeichnen Sie ihre Aussenkontur zunächst mit Linien nach.

Wählen Sie das Kreislinien-Werkzeug ...

 
  ... wählen die Ebene 2d_hilfslinien aus ...
 
  ... klicken auf den Mittelpunkt des Halbkreises, den die Wand im unteren Bereich des Grundrisses bildet ...
 
 

... und ein zweites Mal auf einen Anfangspunkt des Halbkreises. Achten Sie darauf, dass der stiftförmige Mauszeiger grau erscheint, dann befinden Sie sich exakt auf der waagrechten Hilfslinie. Jetzt können Sie den Kreis zeichnen, indem Sie die Maus unten herum auf die andere Seite bewegen.

Sobald Sie sich mit dem Mauszeiger in der Nähe des Endpunkts befinden, drücken Sie die Shift-Taste, damit Sie auf jeden Fall den Punkt des Halbkreises erwischen, der dem Anfangspunkt waagrecht gegenüber liegt.

 
  Öffen Sie den Ebenen-Umschalter (Fenster - Palettendarstellung - Ebenen-Umschalter einblenden).
 
  Blenden Sie die Ebene 2d_scan testweise aus, indem Sie mit dem Pfeilwerkzeug auf eine der Scans und dann im Ebenen-Umschalter auf den Button Ebenen der Auswahl ausblenden klicken.
 
  Den übrigen Teil der Wandkontur zeichnen Sie mit dem Linienwerkzeug. Wählen Sie dieses aus der Werkzeug-Palette aus und aktivieren Sie in der Werkzeuginfo-Palette die Geometrie-Methode Polygonzug.
 
  Blenden Sie die Scans wieder ein, indem Sie zunächst auf das leere Augen-Symbol rechts im Ebenen-Umschalter ...
 
  ... und dann auf das Augenpaar ganz links klicken. Dabei werden erst alle Ebenen aus- und dann wieder eingeblendet.
 
  Zeichnen Sie nun mit dem Linienwerkzeug eine Linie, die der äusseren Kontur der EG-Aussenwand folgt. Beginnen Sie an einem der Halbkreis-Endpunkte und zeichnen so lange, bis Sie an der Mittelachse des Grundrisses angekommen sind.
 
  Wählen Sie nun den soeben gezeichneten Polygonzug aus - Sie sehen, dass es sich um gruppierte Linien handelt.
 
  Wählen Sie dann aus dem Bearbeiten-Menü den Befehl Spiegeln.
 
 

Drücken Sie einmal die STRG-Taste; damit sorgen Sie dafür, dass Sie beim Spiegeln eine Kopie erzeugen.

Klicken Sie dann auf zwei Punkte der Grundriss-Mittelachse ...

 
  ... dann wird der Polygonzug an dieser Linie gespiegelt.
 
 

Jetzt ist die Aussenkontur der EG-Wand vereinfacht nachgezeichnet und sie können die Wand platzieren.

Wählen Sie dazu das Wandwerkzeug aus.

 
  Legen Sie ausserdem eine neue Ebene an, auf der alle Wände liegen sollen.
 
  Vergessen Sie nicht, vor dem Zeichnen die Ebene auch noch in der Werkzeuginfo-Palette auszuwählen.
 
 

Halten Sie die Leertaste gedrückt und bewegen Sie den Mauszeiger auf einen Punkt der Wandkontur-Linie. Sie sehen, wie sich der Mauszeiger verändert - er zeigt den sogenannten Zauberstab (anders als in der Abb. links).

Klicken Sie nun bei weiterhin gedrückter Leertaste auf die Konturlinie.

 
 

Sie sehen, dass ArchiCad die gesamte soeben gezeichnete Kontur mit dem Wandwerkzeug nachzeichnet.

Das Verfahren, mit gedrückter Leertaste ein lineares Element mit einem anderen Werkzeug nachzuzeichnen, funktioniert auch mit allen anderen Werkzeugen, die lineare Elemente erzeugen.

 
  Die Wand hat aber noch nicht die richtigen Proportionen. Aktivieren Sie sie und rufen Sie durch Drücken der rechten Maustaste den Befehl Wand-Auswahl-Einstellungen auf.
 
  Ändern Sie die Höhe auf 2,85 m, die Dicke auf 0,20 m und die Modellfarbe auf Weiss.
 
 

Lassen Sie sich das Ergebnis im 3D-Fenster anzeigen.

Um eine etwas plastischere Darstellung zu erhalten, wollen wir uns noch Schlagschatten anzeigen lassen.

 
  Achten Sie darauf, dass im 3D-Menü unter 3D-Engine und Modus Interne 3D-Engine ausgewählt ist.
 
  Wechseln Sie im gleichnamigen Menü zu den 3D-Fenster-Einstellungen ...
 
  ... und aktivieren dort die Schattendarstellung, indem sie für den Vektoriellen Schlagschatten die Option Konturen aus wählen.
 
  So sieht das Ergebnis schon ein wenig anschaulicher aus.
 
 

Nun zum 1. Obergeschoss. Für die Decke und die Ussenwände legen Sie zunächst ein neues Geschoss an - es handelt sich dabei wie bei den Ebenen um ein Hilfsmittel, die Modelldatei zu gliedern. Vereinfacht gesagt, sind Geschossse Höhenabschnitte Ihrer Modelldatei, von denen Sie immer eines im Grundrissfenster sehen.

Wählen Sie den Befehl Geschosse - Geschosseinstellungen aus dem Optionen-Menü.

 
 

Im Einstellungsfenster, das sich daraufhin öffnet. sehen Sie zunächst in der Liste ein Geschoss mit der Nr.0.

Fügen Sie nun ein weiteres Geschoss hinzu, indem Sie auf den entsprechenden Button klicken.

 
  Nennen Sie die Geschosse EG und OG1 und ändern Sie die Werte für die Geschosshöhe (EG 3,10 und OG1 3,35 m).
 
 

Bestätigen Sie mit OK. Im Grundrissfenster sehen Sie nun nichts mehr - Sie befinden sich im 1.OG, und da ist noch nichts gebaut bzw. gezeichnet. Dass Sie im 1.OG sind, sehen Sie an der Beschriftung am oberen Fensterrand.

 
  Mit der Tastenkombination STRG-5 bzw. STRG-6 können Sie schnell zwischen den Geschossen wechseln,
 
 

Sie wollen zwar nun im 1.OG zeichnen, benötigen aber die Hilfslinien aus dem EG als Konstruktionshilfe. Um diese im 1.OG zu sehen, aktivieren Sie bei den Geschosseinstellungen die Option Transparentes Geschoss darstellen, im Aufklappmenü daneben ist bereits das EG richtig ausgewählt.

 
 

Sie sehen, dass die Zeichnungen des EG im 1.OG grau dargestellt werden. Von hier aus können Sie sie zwar nicht bearbeiten, der Cursor fängt sich jedoch an allen Punkten ein.

Die vereinfachte Darstellung der Scans ist aber unnötig und stört beim Zeichnen ...

 
  ... öffnen Sie also noch einmal die Geschoss-einstellungen und klicken auf Optionen.
 
 

Hier können Sie festlegen, dass bestimmte Elemente nicht im transparenten Geschoss dargestellt werden.

Scrollen Sie hinunter bis zur Option Bild und entfernen Sie dort das Häkchen.

 
 

Jetzt zeichnen Sie als erstes die Geschossdecke über dem EG, also die Fussbodenplatte des 1.OG.

Klicken Sie doppelt auf das Deckenwerkzeug in der Werkzeugpalette. Im Einstellungsfeld, das sich daraufhin öffnet, stellen Sie die Dicke auf 0,25 m. Der Höhenbezug zum Geschoss 1 ist mit 0,00 m bereits korrekt (bei Decken wird von der Oberkante aus gemessen). Der Abstand zur absoluten 0-Ebene beträgt folgerichtig 3,10 m, was der Geschosshöhe des EG entspricht.

Als Material wählen Sie weisse Farbe, die Ebene ist mit 3d_decken bereits richtig gewählt.

 
  Zeichnen Sie nun zunächst die Decke genau auf den Rasterlinien wie in der Abbildung links zu sehen.
 
 

Die Aussenkanten der Decke sollen allerdings nicht auf den Linien des Rasters liegen, sondern zu allen vier Seiten um 0,10 m darüber hinaus ragen.

Wählen Sie die Decke aus und klicken dann auf einen ihrer Eckpunkte. Es erscheint eine kleine Palette - klicken Sie dort auf den mittleren Button in der oberen Zeile. Sie können nun die Decke gleichmässig in alle Richtungen vergrössern oder verkleinern. Ziehen Sie die Maus zunächst nach aussen, so dass die Decke grösser wird.

 
  Schauen Sie in der Koordinaten-Palette, welcher Wert sich verändert - in diesem Fall ist es der y-Wert ,mit positivem Vorzeichen.
 
Welcher Wert sich verändert, hängt davon ab, auf welchen Punkt Sie geklickt haben - es kann der x- oder der y-Wert sein. Ebenso ist das Vorzeichen des Offsets entweder positiv oder negativ, je nachdem, ob Sie einen Punkt auf der rechten oder linken Seite des Decken-Polygons ausgewählt haben.    
 
 

Tippen Sie nun y (oder x, falls sich bei Ihnen der x-Wert verändert) und schreiben dann den Wert 0,1 (oder -0,1, falls bei Ihnen der Wert für den Offset negativ ist).

 
  Drücken Sie die Return- oder Enter-Taste. Die Decke wird nun zu allen Seiten exakt um den Wert 0,10 m erweitert.
 
 

Kontrollieren Sie das Ergebnis im 3D-Fenster.

Wenn sich die Decke verkleinert statt vergrössert hat, haben Sie sich mit dem Vorzeichen des Offsets vertan.

 
  Nun sollen noch die Aussenwände des 1.OG gebaut werden. Ihre Höhe beträgt einschliesslich der Attika 3,55 m, was Sie aus dem Scan im Erdgeschoss-Grundriss ermitteln können.
 
 

Klicken Sie doppelt auf das Wandwerkzeug in der Werkzeug-Palette.

Stellen Sie die Höhe auf 3,55 m, der Höhenbezug stimmt bereits (bei Wänden wird von der Unterkante aus gemessen). Ändern Sie die Dicke auf 0,20 m, als Material wählen Sie weisse Farbe (wie bei der Decke).

Die Ebene 3d_wände ist bereits richtig gewählt.

 
 

Klicken Sie jetzt mit gedrückter Leertaste auf die Deckenkante. ArchiCad zeichnet Ihnen jetzt ein Wandrechteck entlang dieser Kante.

Sollte die Wand wie im links gezeigten Beispiel ausserhalb der Decke liegen ...

 
  ... ändern Sie dieses, indem Sie in der Werkzeuginfo-Palette die Lage der Konstruktionslinie umschalten.
 
  Die Wand sitzt nun korrekt mit ihrer Aussenseite an der Decken-Aussenkante.
 
 

So sieht es im 3D-Fenster aus.

Falls Sie in Ihrer Datei eine Linie zwischen Wand und Decke sehen, die Lage der Wand aber korrekt ist, haben Sie wahrscheinlich übersehen, für die Wand das gleiche Material wie für die Decke zu wählen.

 

Damit ist die erste Bauphase des Modells der Villa Savoye abgeschlossen. Vergessen Sie nicht, Ihre Datei als ArchiCad-Soloprojekt zu speichern - beachten Sie, dass dies nur geht, wenn Sie sich im Grundrissfenster befinden.

Sie können Ihr Ergebnis mit meiner Datei villasavoye1_end.pne vergleichen.

   
   
 

In diesem Kapitel werden Sie damit beginenn, die Villa Savoye von Le Corbusier als Modell in ArchiCad zu bauen. Dabei werden Sie von vornherein mit 3D-Werkzeugen arbeiten.

Laden Sie zunächst das Verzeichnis villasavoye_modell_2 herunter. Die Dateien wurden mit AC 9 erstellt.

 
 

Öffnen Sie die Datei villasavoye1_start.pne. Sie sehen im Grundrissfenster vier Pixelgrafiken. Es handelt sich um gescannte Zeichnungen aus einem Buch, die die drei Geschoss-Grundrisse und einen Schnitt der Villa Savoye zeigen.

Sie wurden zuvor skaliert, so dass sie die richtigen Masse zeigen; Anhaltspunkt war das Stützenraster im EG (4,75 x 4,75 m). Sie werden diese Zeichnungen als Grundlage für Ihre 3D-Konstruktion verwenden.

 
 

Zuerst werden Sie eine Bodenplatte für das Modell bauen.

Rufen Sie die Ebenen-Einstellungen auf ...

 
  ... und legen dort eine neue Ebene mit dem Namen 3d_decken an.
 
  Wählen Sie nun aus der Werkzeugpaletet das Deckenwerkzeug aus und klicken Sie doppelt auf die Miniatur.
 
  In dem Fenster, das nun erscheint, können Sie Einstellungen für das zu zeichnende Deckenelement treffen. Dicke und Höhenlage stimmen - stellen Sie aber für die Modelldarstellung graue Farbe ein.
 
  In der Werkzeuginfo-Palette wählen Sie die Geometriemethode Rechteck.
 
 

Konstruieren Sie nun die Bodenplatte, indem Sie einmal für den Anfangs- und ein zweites Mal für den Endpunkt klicken.

Platzieren Sie die Platte zentriert über dem EG-Grundriss, die genaue Grösse und Lage ist zunächst zweitrangig.

 
  Wechseln Sie in das 3D-Fenster (STRG-3). Sie sollten eine Axonometrie der Platte sehen.
 
  Nun zu den Stützen im EG. Zuerst ermitteln Sie die Höhe aus dem Schnitt. Klicken Sie dazu auf das Kreuz links in der Koordinatenpalette...
 
  Zoomen Sie an die Schnittdarstellung heran und klicken Sie auf einen Punkt der roten Linie, der Anfang oder Ende der Stütze markiert. Von diesem platzierten temporären Koordinaten-Ursprung aus können Sie jetzt die Länge der Stütze messen, indem Sie den Mauszeiger auf das andere Ende der Linie bewegen ...
 
  ... dann können Sie in der Koordinatenpalette den x-Wert 2,85 m ablesen - das ist also die lichte Höhe im EG und damit auch die Stützenhöhe.
 
  Legen Sie für die Stützen eine neue Ebene an.
 
  Wählen Sie das Stützen-Werkzeug aus und klicken Sie doppelt auf die Miniatur, um ein paar Einstellungen vorzunehmen.
 
 

Stellen Sie die Höhe auf 2,85 m, den Typ auf rund und den Durchmesser auf 0,2 m.

Sie können eine bestimmte Farbe für die 3D-Darstellung festlegen, indem Sie im Modell-Bereich ein bestimmtes Material auswählen - in diesem Fall wurde zu weissem Putz gegriffen.
 
  Wählen Sie in der Werkzeuginfo-Palette zum Platzieren der Stützen die Ebene 3d_stützen aus.
 
 

Klicken Sie nun der Reihe nach auf die Schnitpunkte der Hilfslinien im Grundriss, die die Lage der Stützen geometrisch exakt darstellen.

Platzieren Sie zunächst nur Stützen ausserhalb der EG-Aussenwand.

 
  Lassen Sie sich das Ergebnis im 3D-Fenster darstellen.
 
 

Um die Aussenwand des Erdgeschosses konstruieren zu können, zeichnen Sie ihre Aussenkontur zunächst mit Linien nach.

Wählen Sie das Kreislinien-Werkzeug ...

 
  ... wählen die Ebene 2d_hilfslinien aus ...
 
  ... klicken auf den Mittelpunkt des Halbkreises, den die Wand im unteren Bereich des Grundrisses bildet ...
 
 

... und ein zweites Mal auf einen Anfangspunkt des Halbkreises. Achten Sie darauf, dass der stiftförmige Mauszeiger grau erscheint, dann befinden Sie sich exakt auf der waagrechten Hilfslinie. Jetzt können Sie den Kreis zeichnen, indem Sie die Maus unten herum auf die andere Seite bewegen.

Sobald Sie sich mit dem Mauszeiger in der Nähe des Endpunkts befinden, drücken Sie die Shift-Taste, damit Sie auf jeden Fall den Punkt des Halbkreises erwischen, der dem Anfangspunkt waagrecht gegenüber liegt.

 
  Öffen Sie den Ebenen-Umschalter (Fenster - Palettendarstellung - Ebenen-Umschalter einblenden).
 
  Blenden Sie die Ebene 2d_scan testweise aus, indem Sie mit dem Pfeilwerkzeug auf eine der Scans und dann im Ebenen-Umschalter auf den Button Ebenen der Auswahl ausblenden klicken.
 
  Den übrigen Teil der Wandkontur zeichnen Sie mit dem Linienwerkzeug. Wählen Sie dieses aus der Werkzeug-Palette aus und aktivieren Sie in der Werkzeuginfo-Palette die Geometrie-Methode Polygonzug.
 
  Blenden Sie die Scans wieder ein, indem Sie zunächst auf das leere Augen-Symbol rechts im Ebenen-Umschalter ...
 
  ... und dann auf das Augenpaar ganz links klicken. Dabei werden erst alle Ebenen aus- und dann wieder eingeblendet.
 
  Zeichnen Sie nun mit dem Linienwerkzeug eine Linie, die der äusseren Kontur der EG-Aussenwand folgt. Beginnen Sie an einem der Halbkreis-Endpunkte und zeichnen so lange, bis Sie an der Mittelachse des Grundrisses angekommen sind.
 
  Wählen Sie nun den soeben gezeichneten Polygonzug aus - Sie sehen, dass es sich um gruppierte Linien handelt.
 
  Wählen Sie dann aus dem Bearbeiten-Menü den Befehl Spiegeln.
 
 

Drücken Sie einmal die STRG-Taste; damit sorgen Sie dafür, dass Sie beim Spiegeln eine Kopie erzeugen.

Klicken Sie dann auf zwei Punkte der Grundriss-Mittelachse ...

 
  ... dann wird der Polygonzug an dieser Linie gespiegelt.
 
 

Jetzt ist die Aussenkontur der EG-Wand vereinfacht nachgezeichnet und sie können die Wand platzieren.

Wählen Sie dazu das Wandwerkzeug aus.

 
  Legen Sie ausserdem eine neue Ebene an, auf der alle Wände liegen sollen.
 
  Vergessen Sie nicht, vor dem Zeichnen die Ebene auch noch in der Werkzeuginfo-Palette auszuwählen.
 
 

Halten Sie die Leertaste gedrückt und bewegen Sie den Mauszeiger auf einen Punkt der Wandkontur-Linie. Sie sehen, wie sich der Mauszeiger verändert - er zeigt den sogenannten Zauberstab (anders als in der Abb. links).

Klicken Sie nun bei weiterhin gedrückter Leertaste auf die Konturlinie.

 
 

Sie sehen, dass ArchiCad die gesamte soeben gezeichnete Kontur mit dem Wandwerkzeug nachzeichnet.

Das Verfahren, mit gedrückter Leertaste ein lineares Element mit einem anderen Werkzeug nachzuzeichnen, funktioniert auch mit allen anderen Werkzeugen, die lineare Elemente erzeugen.

 
  Die Wand hat aber noch nicht die richtigen Proportionen. Aktivieren Sie sie und rufen Sie durch Drücken der rechten Maustaste den Befehl Wand-Auswahl-Einstellungen auf.
 
  Ändern Sie die Höhe auf 2,85 m, die Dicke auf 0,20 m und die Modellfarbe auf Weiss.
 
 

Lassen Sie sich das Ergebnis im 3D-Fenster anzeigen.

Um eine etwas plastischere Darstellung zu erhalten, wollen wir uns noch Schlagschatten anzeigen lassen.

 
  Achten Sie darauf, dass im 3D-Menü unter 3D-Engine und Modus Interne 3D-Engine ausgewählt ist.
 
  Wechseln Sie im gleichnamigen Menü zu den 3D-Fenster-Einstellungen ...
 
  ... und aktivieren dort die Schattendarstellung, indem sie für den Vektoriellen Schlagschatten die Option Konturen aus wählen.
 
  So sieht das Ergebnis schon ein wenig anschaulicher aus.
 
 

Nun zum 1. Obergeschoss. Für die Decke und die Ussenwände legen Sie zunächst ein neues Geschoss an - es handelt sich dabei wie bei den Ebenen um ein Hilfsmittel, die Modelldatei zu gliedern. Vereinfacht gesagt, sind Geschossse Höhenabschnitte Ihrer Modelldatei, von denen Sie immer eines im Grundrissfenster sehen.

Wählen Sie den Befehl Geschosse - Geschosseinstellungen aus dem Optionen-Menü.

 
 

Im Einstellungsfenster, das sich daraufhin öffnet. sehen Sie zunächst in der Liste ein Geschoss mit der Nr.0.

Fügen Sie nun ein weiteres Geschoss hinzu, indem Sie auf den entsprechenden Button klicken.

 
  Nennen Sie die Geschosse EG und OG1 und ändern Sie die Werte für die Geschosshöhe (EG 3,10 und OG1 3,35 m).
 
 

Bestätigen Sie mit OK. Im Grundrissfenster sehen Sie nun nichts mehr - Sie befinden sich im 1.OG, und da ist noch nichts gebaut bzw. gezeichnet. Dass Sie im 1.OG sind, sehen Sie an der Beschriftung am oberen Fensterrand.

 
  Mit der Tastenkombination STRG-5 bzw. STRG-6 können Sie schnell zwischen den Geschossen wechseln,
 
 

Sie wollen zwar nun im 1.OG zeichnen, benötigen aber die Hilfslinien aus dem EG als Konstruktionshilfe. Um diese im 1.OG zu sehen, aktivieren Sie bei den Geschosseinstellungen die Option Transparentes Geschoss darstellen, im Aufklappmenü daneben ist bereits das EG richtig ausgewählt.

 
 

Sie sehen, dass die Zeichnungen des EG im 1.OG grau dargestellt werden. Von hier aus können Sie sie zwar nicht bearbeiten, der Cursor fängt sich jedoch an allen Punkten ein.

Die vereinfachte Darstellung der Scans ist aber unnötig und stört beim Zeichnen ...

 
  ... öffnen Sie also noch einmal die Geschoss-einstellungen und klicken auf Optionen.
 
 

Hier können Sie festlegen, dass bestimmte Elemente nicht im transparenten Geschoss dargestellt werden.

Scrollen Sie hinunter bis zur Option Bild und entfernen Sie dort das Häkchen.

 
 

Jetzt zeichnen Sie als erstes die Geschossdecke über dem EG, also die Fussbodenplatte des 1.OG.

Klicken Sie doppelt auf das Deckenwerkzeug in der Werkzeugpalette. Im Einstellungsfeld, das sich daraufhin öffnet, stellen Sie die Dicke auf 0,25 m. Der Höhenbezug zum Geschoss 1 ist mit 0,00 m bereits korrekt (bei Decken wird von der Oberkante aus gemessen). Der Abstand zur absoluten 0-Ebene beträgt folgerichtig 3,10 m, was der Geschosshöhe des EG entspricht.

Als Material wählen Sie weisse Farbe, die Ebene ist mit 3d_decken bereits richtig gewählt.

 
  Zeichnen Sie nun zunächst die Decke genau auf den Rasterlinien wie in der Abbildung links zu sehen.
 
 

Die Aussenkanten der Decke sollen allerdings nicht auf den Linien des Rasters liegen, sondern zu allen vier Seiten um 0,10 m darüber hinaus ragen.

Wählen Sie die Decke aus und klicken dann auf einen ihrer Eckpunkte. Es erscheint eine kleine Palette - klicken Sie dort auf den mittleren Button in der oberen Zeile. Sie können nun die Decke gleichmässig in alle Richtungen vergrössern oder verkleinern. Ziehen Sie die Maus zunächst nach aussen, so dass die Decke grösser wird.

 
  Schauen Sie in der Koordinaten-Palette, welcher Wert sich verändert - in diesem Fall ist es der y-Wert ,mit positivem Vorzeichen.
 
Welcher Wert sich verändert, hängt davon ab, auf welchen Punkt Sie geklickt haben - es kann der x- oder der y-Wert sein. Ebenso ist das Vorzeichen des Offsets entweder positiv oder negativ, je nachdem, ob Sie einen Punkt auf der rechten oder linken Seite des Decken-Polygons ausgewählt haben.    
 
 

Tippen Sie nun y (oder x, falls sich bei Ihnen der x-Wert verändert) und schreiben dann den Wert 0,1 (oder -0,1, falls bei Ihnen der Wert für den Offset negativ ist).

 
  Drücken Sie die Return- oder Enter-Taste. Die Decke wird nun zu allen Seiten exakt um den Wert 0,10 m erweitert.
 
 

Kontrollieren Sie das Ergebnis im 3D-Fenster.

Wenn sich die Decke verkleinert statt vergrössert hat, haben Sie sich mit dem Vorzeichen des Offsets vertan.

 
  Nun sollen noch die Aussenwände des 1.OG gebaut werden. Ihre Höhe beträgt einschliesslich der Attika 3,55 m, was Sie aus dem Scan im Erdgeschoss-Grundriss ermitteln können.
 
 

Klicken Sie doppelt auf das Wandwerkzeug in der Werkzeug-Palette.

Stellen Sie die Höhe auf 3,55 m, der Höhenbezug stimmt bereits (bei Wänden wird von der Unterkante aus gemessen). Ändern Sie die Dicke auf 0,20 m, als Material wählen Sie weisse Farbe (wie bei der Decke).

Die Ebene 3d_wände ist bereits richtig gewählt.

 
 

Klicken Sie jetzt mit gedrückter Leertaste auf die Deckenkante. ArchiCad zeichnet Ihnen jetzt ein Wandrechteck entlang dieser Kante.

Sollte die Wand wie im links gezeigten Beispiel ausserhalb der Decke liegen ...

 
  ... ändern Sie dieses, indem Sie in der Werkzeuginfo-Palette die Lage der Konstruktionslinie umschalten.
 
  Die Wand sitzt nun korrekt mit ihrer Aussenseite an der Decken-Aussenkante.
 
 

So sieht es im 3D-Fenster aus.

Falls Sie in Ihrer Datei eine Linie zwischen Wand und Decke sehen, die Lage der Wand aber korrekt ist, haben Sie wahrscheinlich übersehen, für die Wand das gleiche Material wie für die Decke zu wählen.

 

Damit ist die erste Bauphase des Modells der Villa Savoye abgeschlossen. Vergessen Sie nicht, Ihre Datei als ArchiCad-Soloprojekt zu speichern - beachten Sie, dass dies nur geht, wenn Sie sich im Grundrissfenster befinden.

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