Villa Savoye 4 mit ArchiCAD
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In diesem Kapitel werden Sie damit fortfahren, die Villa Savoye von Le Corbusier als Modell in ArchiCad zu bauen. Laden Sie zunächst das Verzeichnis villasavoye_modell_4 herunter. Die Dateien wurden mit AC 9 erstellt. |
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Öffnen Sie die Datei villasavoye4_start.pne. Wenn die Datei geöffnet ist, drücken Sie STRG-3; Sie sehen eine Perspektive des bisher konstruierten Modells. In diesem Kapitel soll die Kubatur des Hauses vervollständigt werden, also insbesondere die raumhohen Aufbauten im 2. OG. |
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Dazu legen Sie zunächst ein weiteres Geschoss an. Wählen Sie den Befehl Geschosseinstellungen aus dem Optionen-Menü ... |
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... und legen Sie dort ein neues Geschoss über den bestehenden an (Darüber einfügen). Nennen Sie dieses neue Geschoss OG2 und geben Sie ihm die gleiche Geschosshöhe wie dem ersten OG (3,35 m). |
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Zuerst soll die Fussbodenplatte des 2.OG konstruiert werden. Im Grundriss sehen Sie, dass im 1.OG zu Ihrer Orientierung eine Fläche (Schraffur) eingezeichnet ist, die Lage und Kontur der OG2-Decke markiert und im 2.OG zu sehen ist, da das 1.OG transparent geschaltet wurde. Klicken Sie doppelt auf das Deckenwerkzeug, wählen Sie für die Dicke den Wert 0,25 m, für den Höhenbezug 0,00 m und als Material weisse Farbe. Als Ebene sollte 3d_decken ausgewählt sein. |
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Wählen Sie in der Werkzeuginfo-Palette die Geometriemethode Polygon ... | |
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... und zeichnen Sie die Decke im 2.OG entlang der Kontur der Hilfsschraffur. | |
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Wählen Sie den Befehl Standort & Projektionsart aus dem 3D-Menü ... | |
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... klicken Sie dort auf den Button für die Axonometrie-Einstellungen ... | |
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... und wählen als Projektion isometrische Axonometrie aus. | |
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So sieht die neue Decke in der 3D-Darstellung aus. Die Lage stimmt, aber die Wand muss nun nachbearbeitet werden: Die Wand des 1.OG soll unterhalb der Decke enden, für die Attika wird eine zweite Wand im 2.OG gebaut. |
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Wechseln Sie in den Grundriss 1.OG und aktivieren Sie das Wandwerkzeug. | |
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Drücken Sie STRG-A. Das entspricht dem Befehl Alle Wände aktivieren aus dem Bearbeiten-Menü. Zur Erinnerung: bei aktivem Pfeil-Werkzeug wählt STRG-A bzw. der genannte Befehl alle sichtbaren Elemente eines Geschosses aus, ist ein anderes Werkzeug aktiv, nur Elemente des Typs, die damit erzeugt wurden. |
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Sind alle Wände des 1.OG ausgewählt, drücken Sie die rechte Maustaste und wählen Sie den Befehl Wand Auswahl-Einstellungen. |
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Hier reduzieren Sie die Wandhöhe auf 3,10 m. | |
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Die Wände des 1.OG sind immer noch ausgewählt. Kopieren Sie sie nun (STRG-C bzw. Bearbeiten-Kopieren) ... | |
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... wechseln Sie in das 2.OG (STRG-6) und setzen Sie sie dort wieder ein (STRG-V bzw. Bearbeiten-Einsetzen). | |
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Bei einem solchen Kopiervorgang kann es passieren, dass der Kopierbereich nicht komplett im Fenster zu sehen ist; Sie werden dann um eine Entscheidung gebeten, wie Sie beim Einsetzen verfahren wollen (s.links). Die Option An der ursprünglichen Position eiunsetzn ist fast immer die richtige, so auch hier. |
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Im 3D-Fenster sehen Sie, dass die Wand korrekt kopiert wurde; aber natürlich benötigen wir sie nicht in der Höhe und auch nicht mit Fenstern. | |
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Zuerst sollen die Fenster verschwinden. Wählen Sie das Fenster-Werkzeug aus ... | |
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... und drücken Sie STRG-A. | |
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Nun sind alle Fenster in den kopierten Wänden ausgewählt und Sie könenn sie löschen. | |
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Wählen Sie nun die kopierten Wände selbst aus, öffnen durch Klick auf die rechte Maustaste die Wand-Einstellungen und reduzieren dort die Wandhöhe auf 0,20 m. | |
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Nun sieht es prinzipiell richtig aus, allerdings haben wir vergessen, dass auch dort, wo die Decke offen ist, ein Deckenstreifen in Wanddicke vorhanden sein muss, damit die Aussenfläche der Wand geschlossen erscheint. | |
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Sie können ein platziertes Element jederzeit nachträglich ändern, z.B. können Sie den fehlenden Teil der Decke jetzt im Bereich der rechten Aussenwand ergänzen. Wechseln Sie zurück in den Grundriss und wählen Sie die Decke aus.
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Klicken Sie in der Nähe des fehlenden Deckenstreifens auf die Deckenkante und halten Sie die Maustaste gedrückt. Es erscheint eine kleine Palette mit Optionen. Wählen Sie die vorletzte Option, die es Ihnen erlaubt, dem aktivierten Deckenpolygon ein weiteres hinzuzufügen. |
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Wählen Sie dann noch die Geometriemethode Polygon ... | |
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... und klicken Sie dann nacheinander auf die vier Eckpunkte des Wandstreifens, in dessen Bereich Sie die Decke ergänzen wollen, so, als wollten Sie dort eine neue Decke zeichnen. | |
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Im 3D-Fenster sehen Sie, dass die Operation erfolgreich war - allerdings haben Sie jetzt ein Polygon zu viel, was sich an den beiden Strichen auf der Deckenseitenfläche zeigt. | |
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Auch wenn das zusätzliche Polygon keinen Schaden anrichtet, können Sie das Ganze doch einfach reparieren: Aktivieren Sie die Decke ... |
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... klicken Sie auf einen der Eckpunkte des überzähligen Polygons und halten Sie die Maustaste gedrückt. Aus der kleinen Palette, die Ihnen nun Editieroptionen für das Deckenpolygon zeigt, wählen Sie die erste aus, die Ihnen das Verschieben des Punktes erlaubt, | |
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Ziehen Sie den Punkt nach vorne auf den Eckpunkt der Decke. | |
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Das Ergebnis erscheint korrekt. | |
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Wiederholen Sie das Ganze auf der anderen Seite des Deckenstreifens. | |
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Lassen Sie sich das Haus komplett im 3D-Fenster anzeigen. Die Wand erscheint nun richtig geschlossen. | |
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Nun sollen die Wände des 2.OG gebaut werden. Dazu verlagern Sie zunächst den Scan, der dieses Geschoss zeigt, vom 1. in das 2. Geschoss. Wechseln Sie in das 1.OG, wählen Sie den Scan aus ... |
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... und dann den Befehl Bearbeiten - Ausschneiden bzw. drücken Sie STRG-X. ArchiCad entfernt daraufhin den Scan aus dem 1.OG. |
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Wechseln Sie in das 2.OG, fügen dort den ausgeschnittenen Scan ein (STRG-V bzw. Bearbeiten-Einsetzen) und klicken seitlich in das Fenster, um den Kopiervorgang abzuschliessen. Verschieben Sie den Scan, bis er einigermassen exakt auf Ihrer Zeichnung liegt (Bearbeiten - Verschieben bzw. STRG-E). |
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Schauen Sie sich die Fotos an, um sich zu orientieren, wie es im 2.OG aussieht. | |
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Der Rand der Rampe bildet lediglich eine Attika, während die Wände im Hintergrund raumhoch frei stehen. Rechts sehen Sie die Treppenhauswand ... |
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... die hier noch einmal von der anderen Seite zu sehen ist. Die Wände setzen sich aus geraden und kreis-bzw. ellipsenförmigen Abschnitten zusammen. |
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Wechseln Sie noch einmal in das 1.OG. Hier sehen Sie auf der Ebene 2d_hilfslinien blaue Linien, die den Verlauf der Wand darstellen. Kopieren Sie diese in das 2.OG. | |
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Wählen Sie das Wandwerkzeug aus und stellen Sie für die Höhe 3,05 m in. Achten Sie diesmal darauf, dass die Konstruktionslinie der Wand mittig liegt (Button Mitte oben). Das Material sollte dem der anderen bisher gezeichneten Bauteile entsprechen (in unserem Fall weisse Farbe), die Ebene ist 3d_wände. |
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Klicken Sie nun mit gedrückter Leertaste irgendwo auf die blaue Linie. Zur Erinnerung: damit veranlassen Sie ArchiCad, mit dem gewählten Werkzeug (in diesem Fall dem Wandwerkzeug) ein Element entlang eines anderen Elements zu zeichnen (in diesem Fall der blauen Linie). |
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So sollte es jetzt in der Grundrissdarstellung aussehen ... | |
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... und so in der Axonometrie. | |
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An dieser Stelle fällt auf, dass die Decke an einer Stelle nicht korrekt modelliert wurde: den hinteren Ausschnitt gibt es gar nicht, nach dem Ausschnitt für die Rampe verläuft die Decke in einer Flucht bis zur Aussenwand des Gebäudes. Auch dies lässt sich im Nachhinein problemlos korrigieren. |
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Aktivieren Sie die Decke und klicken dann auf die Kante, die nach vorne verschoben werden soll. |
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Aus der Palette mit den Bearbeitungsoptionen wählen Sie die vierte, die das Verschieben einer Kante des Polygons ermöglicht. | |
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Ziehen Sie dann die Maus nach vorn und bewegen dabei den Mauszeiger auf den vorderen Eckpunkt der Decke. | |
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Die Decke ist nun richtig ausgerichtet, allerdings gibt es auch jetzt wider ein überzähliges Polygon, was an dem kleinen Strich (s.links) zu erkennen ist. | |
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Klicken Sie auf einen der Eckpunkte dieses Strichs, wählen aus der Bearbeiten-Palette die erste Option (Punkte verschieben) und ziehen den angeklickten Punkt nach vorne auf einen echten Eckpunkt der Decke. | |
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Nun fehlt noch die Attika entlang des Deckenausschnitts. Diese werden Sie, wie die aussen liegende Attika auch, mit dem Wandwerkzeug erstellen. Wählen Sie dieses aus und stellen Sie für die Höhe 0,20 m ein. Die Konstruktionslinie sollte nun wieder aussen liegen. |
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| Die Geometriemethode ist auf Polygonzug gestellt. | ||
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Zeichnen Sie nun im Grundriss das Wandpolygon entlang der Konturen der Deckenöffnung ein. Ob Sie dabei im oder gegen den Uhrzeigersinn vorgehen, hängt davon ab, wie Sie die Lage der Konstruktionslinie definiert haben. |
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Danach sollte es so aussehen wie im Bild links. | |
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Platzieren Sie eine Kamera in der Szene und probieren Sie ein wenig herum, bis Sie eine geeignete Perspektive sehen. Damit sind die dominanten Elemente der Gebädekubatur modelliert. In den nächsten Kapiteln werden Sie sich einigen Bereichen im Innern des Bauwerks zuwenden. Sie können Ihr Ergebnis mit meiner Datei villasavoye4_end.pae vergleichen. |
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