Objekte drehen mit ArchiCAD
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Oft muss in ArchiCad ein Element um eine der Horizontalachsen gedreht werden. Ein praktisches Beispiel wäre ein Fenster in einer geneigten Fassade. Mit GDL-Programmierung ist dies eigentlich gar kein Problem, dieser Weg scheidet aber für viele User im Alltag aus. Eine Alternnative besteht darin, das Problem zeichnerisch zu lösen. |
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Wir gehen im folgenden davon aus, dass es kein fertiges ArchiCad-Fenster gibt, das geneigt werden kann, sondern dass wir das Fenster selbst bauen.Wenn wir das tun, verwenden wir aus praktischen Gründen gerne das Deckenwerkzeug. Das Fenster liegt dann zunächst auf dem "Boden" und wird beim Speichern als Objekt gedreht. Dabei bestehen zwei Möglichkeiten: entweder wird aus dem 3D-Fenster eine Axonometrie als "echtes" Fenster-Objekt gespeichert, oder eine entsprechende Seitenansicht als "normales" Objekt, das dann in eine leere Wandöffnung eingesetzt wird. Im Normalfall ist ein echtes Fenster-Objekt richtig, weil sich dieses ein Loch in die Wand schneidet, in die es eingesetzt wird. Ist das Fenster aber nicht rechteckig bzw. die Wand geneigt, ist der zweite Weg der einzig mögliche. |
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Bauen Sie ein Fenster, indem Sie mit dem Deckenwerkzeug ein entsprechendes Element konstruieren, das auf dem "Boden" liegt. Beachten Sie, dass das Objekt auf der Höhe 0,00 gebaut werden sollte. | |
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Lassen Sie sich im 3D-Fenster eine Seitenansicht von einer der Seiten zeigen (z.B. aus der Richtung des späteren Fassadenschnitts betrachtet). | |
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Speichern Sie diese Seitenansicht als GDL-Objekt (Ablage - GDL-Objekte - 3D Modell sichern als). Nennen Sie das Objekt z.B. Fenster#01, damit klar wird, dass es sich noch nicht um das endgültige Fenster handelt. | |
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Speichern Sie dieses Element nicht als "echtes" Fenster-Objekt, sondern als "normales" Objekt (erster Button links; bei Windows ist die Wahl des Speicherformats schon beim Aufrufen des Speichern zu treffen). Achten Sie darauf, dass Sie für 3D-Text-Format die Option Nicht editierbares Binärformat wählen: | |
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Setzen Sie dieses soeben erzeugte Objekt mithilfe des Objekt-Werkzeugs ein. Das zuletzt erzeugte Objekt ist voreingestellt, so dass Sie nach der Werkzeugauswahl nur in den Grundriss klicken müssen; | |
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Sie sehen jetzt schon zwei Dinge in Ihren Fenstern: das originale Decken-Objekt (rot) und das von Ihnen daraus erzeugte erste Fenster-Objekt (blau): | |
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Wählen Sie im Grundriss Ihr neues Objekt aus. Stellen Sie unter 3D - Standort & Projektionsart eine Seitenansicht ein, die Ihr Objekt so zeigt, wie Sie es später von oben im Grundriss sehen wollen: | |
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Speichern Sie diese Seitenansicht wieder als GDL-Objekt (Ablage - GDL-Objekte - 3D Modell sichern als). Verwenden Sie die gleichen Einstellungen wie beim ersten Mal. Geben Sie dem Fenster nun den richtigen Namen. Setzen Sie dieses Objekt im Grundrissfenster ein. Sie sehen nun in Ihren Fenstern drei Elemente: Ihr originales Decken-Objekt (rot), Ihr daraus erzeugtes Objekt, das sozusagen ein Zwischenstadium zeigt (blau), und Ihr endgültiges Fenster (braun): | |
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| Das fertige geneigte Fensterelement können Sie nun in Ihre geneigte Fassade einsetzen. Dazu muss dann aber vorher eine Öffnung in diese geschnitten werden. Dies erledigen Sie am elegantesten mit einer booleschen Operation (Solid-Element-Befehle). Die Hilfskonstruktionen sollten Sie nicht löschen, sondern deren Ebene ausblenden. | ||










