Stapelverarbeitungen (Aktionen) mit Adobe Photoshop®
![]() |
Beim Umgang mit grösseren Mengen an Bildern ist es hilfreich, bestimmte Arbeitsabläufe zu automatisieren. So wäre es z.B. nach dem Einscannen mehrerer Bilder aus einem Buch praktisch, wenn alle Dateien mit einem sinnvollen Namen und einer Seriennummer versehen und dann an einem Ort Ihrer Wahl gespeichert würden, ohne dass Sie dies manuell für jede Datei einzeln tun müssten - erstens erspart Ihnen dies eine Menge Arbeit und Zeit, zweitens beugen Sie damit Fehlern bei der Schreibweise, dem Dateiformat und der Auswahl des Zielverzeichnisses vor. Auch weitergehende Eingriffe in Ihren Bildbestand eignen sich gut für eine Automatisierung - z.B. eine einheitliche Tonwertkorrektur, das Entfernen eines Moirés und das Entfernen eines Hintergrundes.
|
|
|
Laden Sie sich das Verzeichnis stapelverarbeitung_bilder herunter. Öffnen Sie das Bild stapelverarbeitung_jovinge.jpg. Ziehen Sie die Aktionen-Palette aus dem Palettenfenster heraus und vergrössern Sie sie.
|
||
![]() |
Wählen Sie die Aktion Verlaufsumsetzung aus. Klicken Sie dann auf das Symbol Auswahl ausführen. | |
![]() |
Photoshop arbeitet nun ein Skript ab, das zu dem in der Aktion festgelegten Ziel führt - einer Verlaufsumsetzung für das Bild in Form einer Einstellungsebene. | |
![]() |
Wenn Sie auf die Dreiecksymbole vor den Zeilen der Aktionen-Palette klicken, sehen Sie, was genau in diesem Skript passiert: | |
![]() |
Das Resultat können Sie in der Ebenen-Palette kontrollieren: Das Beispiel zeigt, wie eine fertige Aktion auf ein Bild angewendet werden kann. Sie werden jetzt für eine Auswahl gescannter Bilder eigene Aktionen erzeugen und anwenden. |
|
| Öffnen Sie die Bilder aus dem Ordner stapelverarbeitung_start. Er enthält 7 Graustufenbilder im jpg-Format, die aus einem Buch gescant wurden. Sie wurden bisher lediglich individuell gedreht, so dass sie alle die richtige Lage haben - dies eignet sich nicht so sehr für eine Automatisierung, da nicht alle Bilder gedreht gescannt wurden. | ||
![]() |
Verwenden Sie zum Öffnen den Dateibrowser bzw. wählen Sie den Befehl Datei - Durchsuchen. Klicken Sie auf das erste und mit gedrückter Shift-Taste auf das letzte Bild, um alle zu markieren. Drücken Sie dann Enter, um die Bilder zu öffnen. |
|
![]() |
Lassen Sie sich das Bild terragni07.jpg anzeigen: | |
![]() |
Klicken Sie in der Aktionen-Palette auf das Symbol Neues Aktionsset. Damit sind Sie in der Lage, für Ihre eigenen Aktionen einen Ordner anzulegen. | |
![]() |
Geben Sie dem Set einen Namen, aus dem deutlich hervorgeht, dass Sie hier Ihre eigenen Skripte ablegen: | |
![]() |
Das neue Set ist angelegt und in der Liste markiert. Klicken Sie nun auf das Symbol Neue Aktion: | |
![]() |
Geben Sie der neuen Aktion den Namen auto-tonwert: | |
![]() |
Photoshop startet nun die Skript-Aufzeichnung. Wählen Sie in der Ebenen-Palette eine Einstellungsebene für die Tonwertkorrektur: | |
![]() |
Im Dialogfeld, das nun erscheint, klicken Sie auf Auto. Sie sehen den gewünschten Effekt, das Bild wird kontrastreicher: | |
![]() |
Klicken Sie in der Aktionen-Palette auf den Button Aufzeichnung beenden: | |
![]() |
Schauen Sie sich das Skript an, das Photoshop geschrieben hat. Es wurden nur die Befehle aufgezeichnet, die Sie ausgeführt haben. | |
![]() |
Kontrollieren Sie das Ergebnis in der Ebenen-Palette: | |
![]() |
Sie werden dieses Skript nun auf alle geöffneten Bilddateien anwenden (eine Auto-Tonwertkorrektur kann bei einem Graustufenbild nie schaden). Wählen Sie dazu den Befehl Datei - Automatisieren - Stapelverarbeitung: | |
![]() |
Im Dialogfeld, das nun erscheint, wählen Sie die Aktion aus, die Sie auf alle Bilder anwenden wollen. Wenn Sie gerade vorher eine Aktion aufgezeichnet haben, wird diese angezeigt. Wählen Sie als Quelle die Option Geöffnete Dateien und als Ziel die Option Ohne. Damit bleiben die veränderten Dateien geöffnet. Sie können nun Photoshop bei der Arbeit zusehen: | |
![]() |
Erstellen Sie eine neue Aktion, mit der Sie das Moiré entfernen, das beim Scannen entstanden ist. Nennen Sie die Aktion raster entfernen: | |
![]() |
Die Aufzeichnung beginnt. Wählen Sie die Hintergrundebene durch Anklicken aus. Kopieren Sie diese, indem Sie sie auf das Symbol Neue Ebene ziehen. Benennen Sie die Ebene mit weich: | |
![]() |
Achten Sie darauf, das diese Ebene ausgewählt ist, und wenden Sie den Filter Gaussscher Weichzeichner mit dem Radius 1 an: | |
![]() |
||
![]() |
Wählen Sie das gesamte Bild aus: | |
![]() |
Wählen Sie den Befehl Bearbeiten - Auf eine Ebene reduziert kopieren: | |
![]() |
Achten Sie darauf, das die Ebene weich aktiv ist, und wählen Sie den Befehl Bearbeiten - Einfügen (STRG-V). Nennen Sie diese Ebene scharf: | |
![]() |
Achten Sie darauf, dass diese Ebene ausgewählt ist, und wenden Sie den Filter Unscharf maskieren an (Stärke 50, Radius 1): | |
![]() |
||
![]() |
Beenden Sie die Aufzeichnung. | |
![]() |
Schauen Sie sich das Skript an. Beachten Sie, dass der erste Schritt die Auswahl der Hintergrundebene ist. Überflüssige Befehle können aus dem Skript entfernt werden; sollten Sie jedoch bei der Aufzeichnung einen Schritt vergessen haben, müssen Sie das Skript erneut aufzeichnen. Falsch vorgenommene Einstellungen in einem Skript können Sie durch Auswahl der Option Erneut aufzeichnen aus dem Menü der Aktionenpalette korrigieren. | |
![]() |
Die soeben erstellte Aktion passt nicht für jedes Bild, daher wird sie nicht in Form einer Stapelverarbeitung angewendet, sondern bei Bedarf einzeln. Sie wollen nun jedes Bild in der Höhe auf ein einheitliches Mass bringen. Dies kann z.B. bei einer Powerpoint-Präsentation sinnvoll sein. Die gewünschte Höhe ist 720 Pixel. Erstellen Sie eine neue Aktion mit dem Namen Höhe 720. Wählen Sie den Befehl Bild - Bildgrösse. Achten Sie darauf, dass die Option Proportionen erhalten aktiviert ist. Stellen Sie nun für die Höhe den Wert 720 Pixel ein. | |
![]() |
Beenden Sie die Aufzeichnung und kontrollieren Sie das Skript: | |
![]() |
Die Grössenänderung soll für alle geöffneten Bilder erfolgen, daher wenden Sie diese Aktion wieder über den Befehl Datei - Automatisieren - Stapelverarbeitung an: | |
![]() |
Schliesslich möchten Sie, dass alle Dateien in dieser bearbeiteten Form in einem neuen Ordner als JPEG abgelegt werden. Legen Sie für diese Zwecke am besten einen Ordner an, den Sie immer für diese Aktion verwenden. Nachdem die Bilder dorthin gespeichert wurden, können Sie die Dateien von dort in den eigentlichen Zielordner verfrachten. Legen Sie nach dem Anlegen dieses Ordners eine neue Aktion mit dem Namen jpg hoch an. Wenn die Aufzeichnung läuft, wählen Sie als erstes den Befehl Datei - Für Web speichern: | |
![]() |
Es öffnet sich ein Unter-Programm, indem Sie verschiedene Speicherformate auf Qualität und Dateigrösse überprüfen können. Wählen Sie die Darstellung, wo das Original und eine Kopie gezeigt werden: | |
![]() |
Wählen Sie die Einstellung JPEG hoch: | |
![]() |
Vergleichen Sie die Dateigrösse von Original und Kopie miteinander. Sichern Sie die Kopie in Ihrem eben angelegten Ordner: | |
![]() |
Beenden Sie die Aufzeichnung und kontrollieren Sie das Skript: | |
![]() |
Zu guter Letzt wollen Sie Ihre Originaldateien schliessen, ohne dass die vorgenommen Änderungen übernommen werden - dazu haben Sie schliesslich die optimierten Kopien erstellt. Auch diese Arbeit eignet sich hervorragend für die Automatisierung, das Sie sonst beim Schliessen jeder einzelnen Datei mit einem Sichern-Dialogfeld konfrontiert würden. Legen Sie eine neue Aktion an mit dem Namen Schliessen ohne sichern. Wenn die Aufzeichnung läuft, wählen Sie bei einer Bilddatei den Befehl Schliessen: |
|
![]() |
Die Frage, ob gesichert werden soll, beantworten Sie mit Nicht Speichern: | |
![]() |
Beenden Sie die Aufzeichnung und kontrolieren Sie das Skript: | |
![]() |
Wenden Sie diese Aktion auf alle geöffneten Dateien an: | |
![]() |
Damit haben Sie die wesentlichen Aspekte der Skripterstellung und Stapelverarbeitung in Photoshop kennengelernt. Im Folgenden gibt es noch ein paar ergänzende Hinweise. Beim Erstellen bzw. durch Doppelklick auf die Zeile einer Aktion erhalten Sie Gelegenheit, den Namen festzulegen bzw. zu ändern, einen Kurzbefehl anzulegen und eine Farbe zu vergeben: |
|
![]() |
Die Farbe erscheint erst, wenn Sie sich die Palette im Schalter-Modus anzeigen lassen (Menü der Aktionen-Palette): | |
![]() |
So sieht die Palette im Schalter-Modus aus: | |
![]() |
Ein weiterer Hinweis: Sie können die Stapelverarbeitung auch auf Ordner anwenden (also nicht auf geöffnete Dateien wie oben beschrieben). Ebenso können Sie die Ergebnisse in einem neuen Ordner ablegen. In beiden Fällen müssen Sie dem Programm mitteilen, wie dann mit eventuell im Skript vorhandenen Öffnen- bzw. Speichern-Befehlen umgegangen werden soll. Ausserdem eignet sich die Stapelverarbeitung auch dazu, Dateien umzubenennen und sie dabei mit Name, Seriennummer, Datum und Dateierweiterung in beliebiger Kombination zu versehen. |
|
| Aktionen und Stapelverarbeitung sind wichtige Helfer im Umgang mit vielen Bildern. Achten Sie immer darauf, dass Sie die Aktionenpalette übersichtlich halten. Dauerhaft sinnvoll sind nur wenige Skripte, Spezial-Aktionen für einen bestimten Anlass sollten Sie möglichst bald wieder entfernen. | ||












































