Adobe Photoshop® Scanbearbeitung
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Sie müssen häufig Bildmaterial aus Büchern einscannen. Oft handelt es sich dabei um alte Schwarzweiss-Bilder. Dabei treten in der Regel folgende Probleme auf: - Die Vorlage zeigt ein starkes Druckraster, das sich mit dem Pixelraster des Scanvorgangs überlagert und störende Moirés erzeugt - Das Bildmaterial ist kontrastarm.
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Beides kann sowohl beim Scannen als auch in Photoshop - zumindest teilweise - behoben werden. Zunächst soll das Problem des Druckrasters behandelt werden. Die meisten Scanprogramme (bzw. PlugIns, mit denen aus Photoshop gescant wird) erlauben ein "Entrastern" (engl. Descreening), was im Prinzip ein Weichzeichnen darstellt. Wir empfehlen, im Regelfall dazu nicht die Funktionalität der Scansoftware zu verwenden, sondern diese Weichzeichnung in Photoshop auszuführen, weil erstens Photoshop alle Korrekturfilter zur Verfügung stellt und Sie dafür zweitens nicht den detaillierten Umgang mit weiterer Software üben müssen. Laden Sie das Bild scanbearbeitung_start.jpg. herunter und öffnen Sie es. Auf der Unterseite des Flachdachs zeigt sich ein Raster, das beim Scannen offensichtlich verstärkt wurde. Bei anderen Beispielen kann dieser Effekt noch stärker auftreten, als es hier der Fall ist. |
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Um diesen Moiré-Effekt des Druckrasters zu entfernen, wird das Bild zunächst weichgezeichnet. Dazu kopieren Sie die Hintergrundebene (durch Ziehen auf das Neue-Ebene-Symbol) und benennen die neue Ebene um in Weich: |
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Auf diese wenden Sie den Filter Gaußscher Weichzeichner an: Wählen Sie die Einstellung gerade so stark, dass das Raster verschwindet: | |
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Sie haben nun mithilfe des Weichzeichners das Raster entfernt. Dadurch, dass Sie dies auf einer kopierten Ebene getan haben, bleibt Ihr Original unberührt. Sie können nun die Deckkraft dieser Ebene herunterregeln, um den Weichzeichnungseffekt abzuschwächen: | |
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Eine weitere Schwäche des Bildes besteht darin, dass die Kontraste zu schwach sind. Um dies zu beheben, stehen Ihnen verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Eins der gebräuchlichsten hierfür ist die Tonwertkorrektur. Allerdings wählen Sie dazu nicht den Menübefehl Bild - Anpassen - Tonwertkorrektur, sondern Sie verwenden sie in Form einer sogenannten Einstellungsebene. Diese wählen Sie am einfachsten in der Ebenen-Palette selbst aus: | |
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Es erscheint ein sogenanntes Histogramm, das die Tonwertverteilung der Pixel im Bild zeigt. Der flaue Bildeindruck rührt meistens daher, dass das Bild kein reines Schwarz enthält (s. leerer Bereich am linken Ende des Histogramms). Oft enthält es auch kein reines Weiss, was in unserem Beispiel allerdings nicht der Fall ist. Um die dunkelsten Bereiche des Bildes nun schwarz zu bekommen (und damit den Kontrast des Bildes zu steigern), schieben Sie den linken Regler so weit nach rechts, bis er den Anfang des Pixelgebirges erreicht. Wenn Vorschau angekreuzt ist, sehen Sie den Erfolg Ihrer Korrektur gleich im Bild. Sie können nun noch die Helligkeitsverteilung zwischen Schwarz- und Weisspol verändern, indem Sie den mittleren Regler verschieben. Das ist aber in unserem Beispiel nicht zwingend nötig. | |
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Die Tonwertkorrektur ist nun ausgeführt. Da sie in Form einer sogenannten Einstellungsebene über den Bildebenen liegt, kann sie wie eine normale Ebene auch ausgeblendet, maskiert und transparent gemacht werden. Der entscheidende Vorteil liegt in unserem Fall jedoch darin, dass Sie jederzeit durch Doppelklick auf die Ebenen-Miniatur zurück zu Ihren Tonwert-Einstellungen kommen (die Regler bleiben dort stehen, wo Sie sie hingeschoben haben) und diese korrigieren können. | |
| Nach dem Ausblenden des Rasters und der Kontraststeigerung erfolgt nun als dritter Schritt eine Scharfzeichnung des Bildes. Dazu verwenden Sie den Filter Unscharf maskieren. Da Sie weder Ihre Original- noch die weichgezeichnete Bildebene damit bearbeiten wollen, erzeugen Sie eine dritte Kopie Ihrer Bildebene, die das Ergebnis der Mischung der beiden anderen Ebenen darstellt. | ||
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Gehen Sie dazu folgendermassen vor: blenden Sie die Einstellungsebene aus, so dass nur die beiden Bildebenen sichtbar sind. Wählen Sie nun den Befehl Auswahl - Alles auswählen (STRG-A) und dann Bearbeiten - Auf eine Ebene reduziert kopieren. |
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Achten Sie darauf, dass die obere Bildebene in der Ebenen-Palette ausgewählt ist. Fügen Sie nun die Kopie der beiden Ebenen wieder in Ihre Datei ein (Bearbeiten - Einfügen bzw. STRG-V). Die Kopie erscheint als neue Ebene über den beiden anderen Bildebenen. Benennen Sie die neue Ebene um in Scharf (zur späteren Orientierung). |
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Achten Sie darauf, dass die neue Ebene aktiv ist. Wählen Sie den Scharfzeichnungsfilter aus (Filter - Scharfzeichnungsfilter - Unscharf maskieren). | |
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Bei aktivierter Vorschau sehen Sie, wie der Filter Ihr Bild schärft. Die voreingestellten Werte sind für die Stärke 50 und für den Radius 1,0. Probieren Sie, was passiert, wenn Sie die Werte erhöhen. Den Effekt dieses Filters können Sie im Nachhinein durch Herunterregeln der Ebenendeckkraft abschwächen (s.o. beim Weichzeichnen). | |
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Zum Schluss soll das Bild beschnitten werden. Dazu wählen Sie das Freistellungswerkzeug, mit dem Sie einen Rahmen aufziehen können, der den freizustellenden Teil markiert. Beachten Sie, dass Sie für diesen Rahmen eine Zielgrösse und -auflösung vorgeben können (bei ausgewähltem Werkzeug in der Optionsleiste). Das soll in unserem Beispiel entfallen, allerdings achten Sie darauf, dass Sie durch Drücken der Shift-Taste einen quadratischen Rahmen aufziehen. | |
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Ist der Rahmen aufgezogen, kann er noch verschoben, skaliert und gedreht werden. In diesem Fall wird das Bild durch das Freistellen gedreht. | |
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Das Bild ist nun von seinem Druckraster befreit, kontrastreich, geschärft und beschnitten. Wenn Sie alle Ebenen ausser der Hintergrundebene ausblenden, sehen Sie den Unterschied zur Ausgangslage. | |
| Sollten Sie sehr viele Bilder gescant haben, die ähnliche Fehler aufweisen (das ist oft der Fall, wenn sie aus einem Buch stammen), können Sie Korrekturen wie Weichzeichnen, Tonwertkorrektur und Scharfzeichnen mithilfe einer Aktion automatisieren. | ||














