architekturdarstellung.info > cg-tutorials > Adobe Photoshop > Tutorilas - Adobe Photoshop : Klinkertextur

Klinkertextur mit Adobe Photoshop®

Es soll im folgenden kurz dargestellt werden, wie in Photoshop eine Klinkertextur erstellt werden kann.

Das Ziel ist es, eine möglichst grosse Fläche zu erzeugen, bei der keine Motivwiederholung zu erkennen ist. Das ist leider nur mit Handarbeit zu schaffen, d.h. mit dem eigenhändigen "Versetzen" vorhandener Module.

Grundlage sind Detailfotos möglichst vieler Steine, die bei gleichen Lichtverhältnissen und ohne sphärische Verkrümmung aufgenommen worden sein sollten.

 

 
 

Diese werden der Reihe nach geöffnet, die vollständig sichtbaren Steine mit dem Polygon-Lasso ausgewählt und per STRG-C und STRG-V in eine neue, grosse Datei eingesetzt.

Bei der Grösse entscheidet man sich für ein Format, das der Rechner noch so eben bewältigen kann. In meinem Fall ist es eine Datei mit 15400 x 9000 Pixeln.

 
 

Bei jedem Einsetzen legt Photoshop automatisch eine neue Ebene an. Das ist zunächst auch sehr praktisch, da hierdurch jeder Klinker bequem einzeln bewegt werden kann.

 
  Es ist unvermeidlich, dass die Steine zunächst unterschiedlich gross sind, da beim Fotografieren nicht immer die exakt gleiche Entfernung eingehalten werden konnte.
 
 

 

 
  Nach dem Anlegen eines Rasters mit Hilfslinien beginnt man mit der Anordnung der Klinker. Hier besteht die Kunst tatsächlich darin, die Steine möglichst abwechslungsreich aneinenderzusetzen - wie in der Wirklichkeit.
 
 

Irgendwann ist der Steinvorrat erschöpft und man beginnt, vorhandene Steine zu klonen. Dazu verwenden Sie das Bewegen-Werkzeug mit gedrückter Alt-Taste.

Dazu ist es sinnvoll, für das Bewegen-Werkzeug die Option Ebene automatisch wählen anzukreuzen.

Auch bei dieser Methode legt Photoshop für jeden neu erzeugten Stein eine eigene Ebene an.

 
 

Zur Simulation des späteren Bildes und um leichter montieren zu können, wird eine graue Volltonfarbenebene unter den bestehenden Ebenen angelegt.

Jetzt ist Durchhaltevermögen gefragt:

 
 

Das Arbeiten wird jetzt immer zähflüssiger, da die Dateigrösse mit jedem weiteren Stein anwächst.

Blenden Sie auf jeden Fall die Ebenenpalette aus, da durch das ständige Neuberechnen der Ebenenminiaturen zusätzlicher Rechenaufwand ensteht (am besten alle Paletten am rechten Bildschirmrand mit Shift-Tab).
 
 

Nehmen Sie sich die Zeit, die Klinker an die richtige Stelle zu schieben. Blenden Sie zum Schluss die Hilfslinien aus.

 
  Die ursprüngliche Dateigrösse ist durch die Ebenen fast auf das 10fache angewachsen.
 
 

IEs wird Zeit, sich mit der Dateigrösse zu beschäftigen. Ein Blick in das Einstellungsfeld Bildgrösse zeigt, dass das Bild momentan ziemlich üppige Ausmasse hat, die wahrscheinlich in keinem Render-Layout jemals erreicht werden.

Unabhängig davon, dass die Textur gegebenenfalls für die Verwendung im 3D-Programm nochmals heruntergesampelt werden muss, wird hier die Bildgrösse zunächst auf die Hälfte reduziert; dabei bleibt die bislang gewünschte Qualität weitgehend erhalten.

In meinem Beispiel wurde die Breite auf 7700 und die Höhe auf 4500 px geändert.

 
 

Die etwa 600 Ebenen, auf denen die einzelnen Steine liegen, können jetzt zu einer zusammgefasst werden.

Sollte noch einmal ein Stein einzeln bearbeitet werden sollen, kann er immer noch leicht ausgewählt werden.

 

   
  Bei einer so grossen Datei dauert alles etwas länger ...
 
 

Und so sieht das Ergebnis aus.

Kleinere Unregelmässigkeiten, die beim starken Heranzoomen unbefriedigend waren, wirken im Überblick gerade richtig.

 
Damit haben Sie eine grossflächige Klinkertextur erstellt, die im 3D-Programm idealerweise ungekachelt eingesetzt werden kann. Sie werden gemerkt haben, dass das Fugenbild an dieser Stelle gar nicht behandelt wurde - dieses wird praktischerweise lieber mit einem Shader in Cinema4D visualisiert.    
   
 

Breaking news

Darstellungs-"twitter"

Seit kurzem informiere ich Sie gerne in knappen 140 Zeichen auf twitter.com

Weiterlesen …

Licht Schatten Raum - Auflage 2

Seit Mai 2009 ist die 2te Auflage des Bestsellers, Licht Schatten Raum - Architekturvisualisierung mit Cinema 4D, beim Springer Verlag erschienen.

Weiterlesen …

Alles neu macht der Mai

Ein Launch mit vielen neuen Features - Newsletter, News, Frischen Tutorials und neuen Beiträgen

Weiterlesen …